Sonderfahrten im I. Quartal 2006 - ein Rückblick

Volker Baake    Die traditionellen Wintersonderfahrten sind nun schon ein Markenzeichen unseres Vereins geworden. Von Nordhausen aus sind Sonderzüge meistens ein "Renner", so auch am 11. Februar 2006 - es startete der "Kristallexpress". An diesem Tag war auch zum ersten Mal für den Verein der Salonwagen im Zugverband, und ich konnte es kaum glauben, das war der erste Wagen, welcher ausgebucht war.
Eigentlich stand an diesem Tag ein Sonderzug von Nordhausen zum Brocken auf dem Programm, aber leider wurde dieses uns und unseren Fahrgästen nicht gegönnt. Auf Grund von starken Schneever-wehungen war der Bahnhof Brocken nicht erreichbar. Kurz nach der Abfahrt kam das Aus für den Brocken, das neue Fahrtziel hieß Wernigerode. Wernigerode hat bekanntlich auch viele lohnende Reiseziele, unter anderem konnten wir dank eines Vereinsmitgliedes schnell einen Besuch des Planetariums für interessierte Fahrgäste organisieren.
Einige Fahrgäste, welche sich nicht vorstellen können, wie der Brocken bei schlechtem Wetter aussieht, waren mit dieser operativen Entscheidung von IG und HSB-Betriebsleitung nicht einverstanden. Der große Teil zeigte aber Verständnis und dankte dem Team des Sonderzuges für den gelungenen Tag.



Foto (Helmut Werner): Der "Kristallexpress" beim Wassernehmen im Bahnhof Eisfelder Talmühle. Im Hintergrund erkennt man das Bahnhofsgebäude, an dem inzwischen deutliche Zeichen einer Sanierung zu erkennen sind.



Foto oben (Helmut Werner): Zum ersten Mal bei einer Fahrt unseres Vereins kam der Salonwagen zum Einsatz, dessen Existenz bekanntlich nicht unwesentlich unserer IG zu verdanken ist. Etwa 20 Fahrgäste konnten somit die Fahrt "auf gehobenem Niveau" genießen.

Foto unten (Helmut Werner): Zwischenhalt in Drei Annen Hohne. Die weißen Flecken auf dem Bild sind übrigens kein Zeichen schlechter Qualität des Fotos, sondern einige der Namensgeber der Fahrt - Schneekristalle! Auch auf dem Boden sieht man reichlich davon ...



Am 18. Februar 2006 stand erneut der Brocken als Reiseziel auf dem Sonderzugfahrplan. Ich hatte an diesem Tag die neue Schneefräse vor dem Puffer, und es sah alles sehr gut aus. Nichts schien an diesem Tag der Fahrt im Wege zu stehen - bis die Schneefräse auf dem Brocken in Gleis 3 auf dickem Eis vom Weg abkam ... Kurz vor der Abfahrt des Sonderzuges in Schierke war alles wieder, ich sag´ mal, im Lot, auf dem Brocken konnten wieder Züge kreuzen, aber Gleis 1 lag immer noch unter meterhohen Schneemassen begraben.
Ungern erinnere ich mich daran, daß der Sonderzug von Wernigerode sehr schlecht ausgelastet war, der Zugteil von Nordhausen hingegen war wieder ausgebucht. An der Werbung konnte es nicht liegen, die haben wir gemacht, nur die wenigsten Zeitungen hat es aber interessiert.
Der Wernigeröder Zugteil fuhr mit dem "Nordhäuser" bis Eisfelder Talmühle, dann separat bis Hasselfelde, wo "Udo Müller & Sohn" sowie weitere Helfer unsere Fahrgäste mit Deftigem vom Grill versorgten. Unüblich, aber der Länge des Reisetages und der Tageszeit gerecht, ging es mit dem Bus direkt nach Wernigerode, wo ein erlebnisreicher Tag ausklang.
Am 19. Februar stand ein Pmg, gebildet aus den vereinseigenen Güterwagen und Personenwagen, auf der Strecke von Wernigerode nach Nordhausen und zurück im Fahrplan. Scheinanfahrten, wo es nur ging, und die Verpflegung aus dem Suppenwagen ließen in der Runde keine Klagen aufkommen.



Foto (Helmut Werner): Fotohalt, hier kurz hinter Hasserode am 18.02.2006.



Foto oben (Helmut Werner): Der PmG mit der 99 6102 startete am 19.02.2006 in Wernigerode noch ohne Schnee, ein paar Meter höher war die Welt dann weiß, siehe unten.

Foto unten (Helmut Werner): Nein, das wird keine Doppelausfahrt - im Bahnhof Steinerne Renne klappt das nicht ...






Fotos (Helmut Werner): In Nordhausen angekommen, standen zunächst einige Rangierarbeiten an, dann hatte sich die Lok 99 6102 eine Verschnaufpause in der Einsatzstelle redlich verdient ...






Foto oben (Helmut Werner): Auf der Rückfahrt wurde auch dem frisch rekonstruierten Stationsgebäude in Tiefenbachmühle (siehe letzte Ausgaben der "Harzbahnpost") ein Besuch abgestattet.

Foto unten (Helmut Werner): Wie bei den Fahrten unserer IG üblich, wurden die Fahrgäste auch diesmal aus dem "Suppenwagen" versorgt, hungern und dursten musste niemand ...






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