HSB-Dampflok 99 5902 im Brohltal


26. Mai 2002


Sehr geehrter Herr Günther, liebe HSB-Eisenbahner,

es ist fast eine Woche her, dass Sie und Ihre Kollegen uns letztmals im Brohltal mit der Harzer Malletlok 99 5902 erfreut haben.
Als am vergangenen Dienstag im Umladebahnhof der Kamin der 99 5902 von Harald Zimmer und Frank Muth demontiert wurde, mochte man gar nicht hinschauen.
Zu schön und beeindruckend waren die Tage, die Ihr uns geschenkt habt! Die alten Hasen der IBS (Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V.) und auch die Freunde im Umfeld hatten seit 15 Jahren den Traum, eine Dampflok auf der Steilstrecke erleben zu dürfen. Wie oft saß ich selbst auf der Spitzen Ley bei Galenberg, und im Schatten der Burg Olbrück schlichen D1 und D2 mit dem Vulkan-Express bergan. Wenn jetzt eine Dampflok davor wäre ...
Dann kam im Mai 2002 doch das große Erlebnis. "Leichtfüßig", manchmal mit vier Wagen am Zughaken, "rannte" die 99 5902 in Richtung der Engelner Höhen. Ein Erlebnis!
Noch nie habe ich so oft bei einer Dampflok "nur" hingeschaut und zugehört.
Bei guter Wetterlage kamen natürlich auch die Kameras zum Einsatz. 34 Filme waren das Resultat Eurer gekonnten Darbietungen im Brohltal.
Neben dem Lob um das Leistungsvermögen der Maschine möchte ich besonders die Qualität der Personale herausheben. Die Lok sah aus wie gestern bei JUNG hergestellt. Da wurde geputzt und gepflegt ...
Wer an der Steilstrecke gestanden hat, als die 99 5902 bei widrigstem Wetter vorbeizog, der braucht keine Worte über das Können der Harzer Personale zu verlieren.
Trotz hartem Einsatz auf der Maschine fand Euer Humor und Spaß am Fahren unsere Aufmerksamkeit. Welcher "Brohler" saß jemals auf den Zinnen des Tunnelportals? Kein Jägerstand am Quackenforst war zu hoch, um nicht erklommen zu werden, und dann die lustigen Kommentare vom Engelner Mini-Vulkan.
Noch eine Episode vom Pfingstsonntag: Am Fuße des Schorberges - unterhalb von Engeln - fand sich die übliche Fotografenschar ein. Als das Bild im Kasten war, rief Albert Lehmann aus Linz zu mir herüber, ich möchte noch etwas warten. Er hatte am Handy den Königswinterer Peter Kierserg. Letzterer war am ersten Dampfwochenende bei Regen bis Engeln im Zug mitgefahren. Dann musste er zur Hüftgelenkoperation in ein Hamburger Krankenhaus. Am jenem Pfingstsonntag hatte dann Albert Lehmann sein Handy in die Luft gehalten und Freund Kieserg eine Originalübertragung Eurer spektakulären Bergfahrt LIVE ans Krankenbett übertragen ...

So lassen Sie mich zum Schluß noch einmal ein dickes Lob für Ihr Auftreten im Brohltal aussprechen. Das gilt für "Mensch und Maschine" gleichermaßen.
Deshalb seit Ihr zwischen Rhein und Vulkaneifel immer herzlich willkommen, auch wenn Ihr nicht gerade eine Mallet dabei habt.

DANKE; DASS IHR UNS SOVIEL FREUDE GEMACHT HABT !!!

Den Harzer Schmalspurbahnen allzeit GUTE FAHRT,


mit freundlichen Grüßen



Joachim Jakubowski


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