Sanierung der Infrastruktur der Harzer Schmalspurbahnen GmbH auch 2014 und 2015 fortgesetzt

Jörg Bauer     Letztmals in der "Harzbahnpost" 4/2013 haben wir über die Arbeiten an der Eisenbahninfrastruktur der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) berichtet. Daher soll an dieser Stelle über die Arbeiten in den Jahren 2014 und 2015 stichpunktartig informiert werden:




Foto (HSB/Dirk Bahnsen): Stopfarbeiten im km 58,1 der Strecke Nordhausen Nord - Wernigerode Westerntor, gearbeitet wurde überwiegend nachts, damit tagsüber der Zugverkehr rollen konnte.




Foto (HSB/Dirk Bahnsen): Der BÜ im km 59,2 der Strecke Nordhausen Nord - Wernigerode Westerntor jetzt als Fußgängerüberweg mit sogenannten "Umlaufgittern".





Foto (HSB/Dirk Bahnsen): Gleisbauarbeiten mit einem Zwei-Wege- Bagger auf der Strecke Nordhausen Nord - Wernigerode Westerntor in der Nähe des Bahnhofes Eisfelder Talmühle.



Am 19. Juni 2014 erfolgte die Inbetriebnahme der beiden neuen BÜSA (Halbschranken mit Lichtzeichen) in der Landgemeinde Harztor. Die Anlage "Am Kirchberg" in Niedersachswerfen ist in beiden Richtungen hauptsignalabhängig. Die Anlage Rosensteg in Ilfeld ist in Richtung Ilfeld triebfahrzeugführerüberwacht und in Richtung Nordhausen Nord hauptsignalabhängig. Dazu wurde vor dem Bahnübergang ein neues Blocksignal aufgestellt, so daß die Blockstelle Ilfeld Schreiberwiese jetzt eine beidseitige Blockstelle ist (bisher nur in Richtung Ilfeld). Wie im Jahr 2013 erfolgte in vier Wochen des Novembers auch in 2014 und 2015 eine Vollsperrung zwischen Ilfeld (ausschließlich) und Drei Annen Hohne (ausschließlich) sowie der gesamten Selketalbahn. Die Vollsperrung wurde erneut bereits mit den Fahrplänen des Regelzugverkehrs angekündigt. Dabei wurde bewusst der äußerst verkehrsschwache Monat November gewählt. Wegen der erfahrungsgemäß sehr geringen Nachfrage wurde auf das Einrichten eines Schienenersatzverkehrs verzichtet und auf die Angebote des straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehrs verwiesen. Da die Umsatzerlöse des Monats November im Regelzugverkehr auf dem Niveau der Vorjahre liegen, ist die Richtigkeit dieser Entscheidung bestätigt. Die Vollsperrung bringt natürlich für die Baumaßnahmen die nicht zu unterschätzenden Vorteile, dass einerseits das Tageslicht vollständig genutzt werden kann und andererseits das Befahrbar machen der Baustelle nach einer entsprechenden Nachtsperrung entfällt. Dies wirkt sich natürlich auch bei den Kosten der jeweiligen Arbeiten positiv aus. Hinzuweisen ist darauf, dass die umfangreichen Arbeiten an der Eisenbahninfrastruktur der HSB nur dank der finanziellen Unterstützung der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der kommunalen Gesellschafter möglich sind. Dies wird auch in Zukunft nötig sein, da wegen der umfangreichen Infrastruktur der HSB ständig Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen unabdingbar sind.



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