Jahreshauptversammlung am 29.03.2014 - Kurzbericht

Am 29. März 2014 wurde in Wernigerode die Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen e.V. (IG) durchgeführt. Dabei konnte der Vorsitzende, Dirk-Uwe Günther, insgesamt 93 Mitglieder und vier Gäste begrüßen. Besonders begrüßte der Vorsitzende den Aufsichtsratsvorsitzenden der Harzer Schmalspurbahnen GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, Peter Gaffert, die Vertreter der Landkreise Harz und Nordhausen sowie den Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), Matthias Wagener.

In seinem Tätigkeitsbericht ging Dirk-Uwe Günther insbesondere auf die zahlreichen Sonderfahrten für Eisenbahnfreunde im vergangenen Jahr ein. Dabei wurde nicht nur die lukrative Strecke zum Brocken, sondern auch Harzquer- und Selketalbahn befahren. Zum Einsatz kamen dabei neben Fahrzeugen der HSB auch im Besitz des Vereins befindliche historische Fahrzeuge. An einigen dieser Fahrzeuge werden auch in naher Zukunft erneute Untersuchungen notwendig werden. Dies betrifft z.B. den Salonwagen, dessen Fristen abgelaufen sind. Da der Verein Brücke e.V. aus Blankenburg (Harz) für die Aufarbeitung historischer Eisenbahnfahrzeuge nicht mehr zur Verfügung steht, werden die anstehenden Arbeiten deutlich kostenintensiver. Die Untersuchung des Salonwagens erfolgt nun derzeit bei der HSB auf Kosten des Vereins. Dennoch können voraussichtlich dank der soliden finanziellen Basis des Vereins, von der der Kassierer, Hartmut Wegener, berichtete, diese Hürden gemeistert werden. Insoweit werden auch in Zukunft interessante historische Reisezug- und Güterwagen, die die HSB mit ihren begrenzten Möglichkeiten selbst nicht unterhalten kann, zur Verfügung stehen. Dirk-Uwe Günther erwähnte weiterhin die Präsenz des Vereins auf zahlreichen Eisenbahnveranstaltungen in ganz Deutschland, wobei erfolgreich für den Harz, die Schmalspurbahnen im Harz und den Verein geworben wurde.

In einem Grußwort dankte Peter Gaffert dem Verein und seinen Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement für die Schmalspurbahnen im Harz, die HSB und die Region. Er hob gleichzeitig die Bedeutung der Solidargemeinschaft der Gesellschafter der HSB und der Unterstützung der Bundes-länder Thüringen und Sachsen-Anhalt für den Erhalt des gesamten Netzes der Schmalspurbahnen hervor. Vor dem Hintergrund der konstanten öffentlichen Mittel zur Unterstützung der HSB betonte er die Notwendigkeit, alle Möglichkeiten der Steigerung der Einnahmen und Senkung der Kosten zu er-schließen. Er verwies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die geplante Werkstatterweiterung in Wernigerode. In weiteren Grußworten dankten auch Heike Schäffer als Hauptdezernentin des Landkreises Harz und Matthias Wagener für die Arbeit des Vereins und wünschten für die weitere Tätigkeit viel Erfolg.

Anschließend wurde ohne weitere Diskussion der Vorstand für das Jahr 2013 einstimmig entlastet. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden ohne Gegenstimmen der Vorsitzende Dirk-Uwe Günther (Wernigerode), die stellvertretenden Vorsitzenden Volker Baake (Silstedt) und Jens Ehrhardt (Nord-hausen), die Schriftführerin Cornelia Schrader (Wernigerode) sowie die Arbeitsgruppenleiter Sabine Ehrhardt (Nordhausen) und Holger Prochnau (Wernigerode) wieder- und Ramona Peters (Elend) als Schatzmeisterin neugewählt. Die Versammlung dankte dem ausscheidenden Kassierer, Hartmut Wegener, für seine langjährige Tätigkeit in dieser Funktion.

Anschließend ging der Eisenbahnbetriebsleiter der HSB, Jörg Bauer, noch auf einige Eisenbahnfreunde interessierende Aspekte ein. Besonders erwähnte er dabei den neuen Fahrplan, der ab Ende April auf dem Streckenabschnitt Nordhausen Nord - Ilfeld Neanderklinik gelten werde. Durch die Neuerrichtung von Bahnübergangssicherungsanlagen in der Landgemeinde Harztor sei es möglich, die Fahrzeiten soweit zu verkürzen, dass die Kreuzungen im Stundentakt von Nordhausen-Krimderode nach Niedersachswerfen Ost verschoben werden könnten. Dies führt dazu, daß sich die Reisezeiten für Fahrgäste, die die durchgehenden Zweisystemfahrzeuge in das Straßenbahnnetz Nordhausen nutzen, um durchschnittlich sieben Minuten verkürzen würden. Damit sei man auf dieser Strecke zum Auto wettbewerbsfähig.

Weiterhin verwies Jörg Bauer auf die demographische Entwicklung und den in diesem Zusammenhang notwendigen Ersatz in den Ruhestand ausscheidender Eisenbahnerinnen und Eisenbahner. Dies erfordere umfangreiche Ausbildungen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem hohen Engagement in nahezu allen Fällen erfolgreich absolvieren würden.

Volker Baake ging auf die auch für 2014/15 zahlreich geplanten Sonderfahrten für Eisenbahnfreunde ein. Als nächstes stehe die Walpurgisfahrt am 30. April von Wernigerode nach Schierke und zurück an. Einzelheiten zu weiteren Fahrten können dem Internet unter www.ig-hsb.de entnommen werden. Holger Prochnau gab Informationen zu den für 2014 geplanten Vereinsabenden.

Auf Antrag eines Mitgliedes wurde über eine mögliche Beitragsanpassung diskutiert. Die letzte Beitrags-anpassung erfolgte im Zuge der Euro-Umstellung vor nunmehr 13 Jahren, die Notwendigkeit wurde somit nicht in Frage gestellt. Zur Jahreshauptversammlung 2015 wird ein entsprechender Beschluss vorbereitet.

Ein ausführliches Protokoll der Jahreshauptversammlung erscheint zusammen mit dem Tätigkeitsbericht in der nächsten "Harzbahnpost"!




Foto (Mark Schumann): Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung entstand dieses Foto - v.l.n.r: Holger Prochnau (Arbeitsgruppenleiter Wernigerode), Jens Ehrhardt (stellv. Vorsitzender), Dirk-Uwe Günther (Vorsitzender), Ramona Peters (Schatzmeisterin), Volker Baake (stellv. Vorsitzender), Jost Kruse (Kassenprüfer) und Erich Wilde (Kassenprüfer). Zum Vorstand gehören weiterhin: Cornelia Schrader (Schriftführerin) sowie Sabine Ehrhardt (Arbeitsgruppenleiterin Nordhausen).







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