Streckenerweiterung? nach Braunlage

Hier auf dieser Seite erscheinen möglichst zeitnah die neusten Informationen zu eventuellen Streckenerweiterung nach Braunlage
Die neuste Meldung wird jeweils
Unten angefügt.

Karte bei Google mit eingezeichneten möglichen Streckenführungen.

Mitteldeutsche Zeitung am 30.01.2009

Eine Streckenerweiterung beispielsweise nach Pullman City in Hasselfelde oder nach Braunlage sei denkbar, allerdings gebe es dafür keine Vorprojekte, hieß es bei dem Pressegespräch weiter. Gleiches gelte auch für eine Erweiterung von Gernrode über Rieder nach Ballenstedt. Dies sei nur unter bestimmten Bedingungen und nur in Verbindung mit Güterverkehr möglich.

Geheimsache Wunsch-Liste (HNA-Nachrichten 27.2.2009)

Eine Schmalspurbahn nach Braunlage, die Sanierung der Niedersachsen-Halle in Verden oder der Ausbau des Reitsportzentrums Luhmühlen in der Lüneburger Heide: Am kommenden Dienstag will Niedersachsens CDU/FDP-Kabinett über die Finanzspritzen für Leuchtturmprojekte entscheiden. Die landesweite Wunsch-Liste wird als streng geheime Kommandosache behandelt.
Hoffnung macht sich auch der Harz. Das Netz der Schmalspurbahn im Osten könnte mit Hilfe der Konjunkturmillionen in den westlichen Teil ausgedehnt werden. Von einem zweistelligen Millionenbetrag ist die Rede. Per Dampflok könnte es dann direkt von Braunlage auf den Brocken gehen.

Eine alte Trasse und ein altes Bahnhofsgebäude sind in Braunlage noch vorhanden. Der Zweckverband Großraum Braunschweig hat die beteiligten Kommunen sowie die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bereits zu einem Gespräch über die Machbarkeit geladen. "Wir stehen Gewehr bei Fuß", freut sich der Landrat des Kreises Goslar, Stephan Manke (SPD), auf mögliche Landesmittel.

Brockenbahn nimmt Kurs auf den Westharz (Goslarsche Zeitung am 2. März 2009)

Die Planungen laufen unter Volldampf: Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) wollen eine Verbindung der Brockenbahn von Elend nach Braunlage schaffen.
Dienstag entscheidet das CDU/FDP-Kabinett in Hannover darüber, ob das millionenschwere Tourismusprojekt aus Aufstockungsmitteln des Landes für das Konjunkturpaket gefördert wird. Dem Vernehmen nach geht es um vier von insgesamt rund zehn Millionen Euro.
Die Signale scheinen in Hannover auf Grün geschaltet zu sein: Der neue Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) hat bei seinem Besuch am Samstag beim Unternehmerfrühstück in Goslar jedenfalls für das Vorhaben geworben.

Land fördert Pläne für die Brockenbahn (Goslarsche Zeitung am 3. März 2009)

Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) sagte, er habe mit Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre aus Sachsen-Anhalt Kontakt aufgenommen. Abgesprochen sei, dass jedes der beiden Bundesländer 5,5 Millionen Euro übernehme, um die Gesamtkosten zu tragen.
„Wir werden unseren Teil auch noch zusammenbekommen“, sagte Rösler auf die Frage, wie die restlichen anderthalb Millionen Euro für die niedersächsische Seite finanziert werden sollen.

Niedersächsische Staatskanzlei beschließt Aufstockungsprogramm (3. März 2009)

Aufstockungsprogramm

Harzer Schmalspurbahnen soll bis Braunlage fahren


Harzer Schmalspurbahnen soll bis Braunlage fahren Volksstimme (5. März 2009)

Wernigerode. Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) prüft eine Erweiterung ihres Streckennetzes nach Braunlage in Niedersachsen. Für das Projekt mit geschätzten Baukosten von elf Millionen Euro hat die niedersächische Landesregierung in dieser Woche eine Investitionshilfe von vier Millionen Euro beschlossen. Auch Sachsen-Anhalt steht einer Förderung " grundsätzlich positiv " gegenüber. Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) erklärte, zunächst sollten Chancen und Kosten des Vorhabens untersucht werden.

Nach Angaben von HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener sei das Unternehmen von beiden Ländern mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, die noch in diesem Jahr vorgelegt werden solle. Dabei würden unter anderem eine mögliche Streckenführung und Fahrgastpotenziale geprüft.


Hierzu in der Volksstimme ein Kommentar von Winfried Borchert

Schmalspurbahn nach Niedersachsen?

Beflügelnd
Von Winfried Borchert

Fast 20 Jahre nach der deutschen Einheit ist die einstige Grenze im Harz noch immer fühlbar. Ob Schneekanonen und Nationalpark-Sitz, ob Tourismusförderung oder der Namensstreit über " Harz " und " Oberharz ": Noch inbrünstiger als anderswo in der bundesweiten Ost-West-Diskussion wird im Harz das Trennende in den Vordergrund gerückt, verstellt es den Blick auf gemeinsame Interessen. So verschenkt der Harz Potenziale.

Jetzt besteht die Chance, es besser zu machen. Der Plan, die (Ost-) Harzer Schmalspurbahn Richtung Westen zu verlängern, wäre vor allem für das unter Besucherschwund leidende niedersächsische Braunlage bedeutsam. Viel mehr noch könnte das Projekt die unterentwickelte emotionale Einheit des Harzes bef ügeln. Allein dafür wären die Baukosten gut angelegt.

Daehre: Machbarkeitsstudie soll mögliche Verlängerung der Harzer Schmalspurbahnen nach Niedersachsen untersuchen (5. März 2009)

Nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Bau- und Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre muss die mögliche Verlängerung der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) nach Braunlage in Niedersachsen zunächst auf ihre Machbarkeit hin untersucht werden. Eine entsprechende Studie, die neben dem Fahrgastpotenzial auch die planungsrechtlichen Voraussetzungen sowie die Umsetzungskosten eines solchen Vorhabens darstellen müsse, soll noch in der ersten Jahreshälfte in Auftrag gegeben werden. Mit konkreten Untersuchungsergebnissen, die zugleich Grundlage des notwendigen Planfeststellungsverfahrens wären, ist nach Auskunft des Ministers gegen Jahresende zu rechnen.


„Dieses Projekt hat viel Charme, und wir sind an dem Vorhaben sehr interessiert“, betonte Daehre. „Wenn wir mit der Umsetzung erfolgreich sein wollen“, fügte er hinzu, „müssen wir allerdings solide arbeiten und den ersten vor dem zweiten Schritt machen.“ Bereits zum jetzigen Zeitpunkt über Kosten und deren Verteilung zu diskutieren, sei deshalb wenig hilfreich.


Die Verlängerung der Selketalbahn von Gernrode nach Quedlinburg vor gut drei Jahren habe gezeigt, dass gezielte Investitionen die Entwicklung einer Region positiv beeinflussen können. „An solchen Effekten hat die Landesregierung ein großes Interesse, es muss aber sichergestellt sein, dass der finanzielle Aufwand einen nachhaltigen Nutzen zur Folge hat“, betonte Daehre. In den Ausbau des 8,5 Kilometer langen Streckenabschnitts der zur HSB gehörenden Selketalbahn in die Unesco-Welterbestadt Quedlinburg hatte das Land in den Jahren 2005/06 mehr als sechs Millionen Euro investiert.

Harzer Volksstimme am 23.06.2009

Braunlage soll an die Brockenbahn angebunden werden. Braunlage - Die geplante Anbindung von Braunlage an die Brockenbahn wird nach Einschätzung des Harzer Verkehrsverbandes (HVV) einen Tourismusboom auslösen. Urlauber aus Orten entlang der Harzer Schmalspurbahnen könnten Braunlage und den Wurmberg künftig mit den attraktiven historischen Zügen erreichen, sagte die stellvertretende HVV-Geschäftsführerin Carola Schmidt am Mittwoch. Aus Braunlage könnten andererseits viele Gäste mit der Schmalspurbahn auf den Brocken und in die Städte am östlichen Harzrand fahren. "Dies wäre für alle Seiten ein enormer Gewinn." Braunlages Bürgermeister Stefan Grote geht davon aus, dass die Strecke 2012 fertig ist.

Volksstimme am 11.8.2009

Schmalspurbahn von Elend nach Braunlage

Magdeburg - Das Netz der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) soll erweitert werden: Künftig sollen auch Züge von Elend ins niedersächsische Braunlage fahren. Gemeinsam mit dem Nachbarland soll bis November zunächst die Machbarkeit des Projektes untersucht werden, sagte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Magdeburg. Dies habe er mit seinem niedersächsischen Amtskollegen Philipp Rösler (FDP) vereinbart. Die Investition für die Streckenerweiterung von wenigen Kilometern bezifferte Daehre auf gut elf Millionen Euro, die jährlichen Betriebskosten auf rund 600 000 Euro.


Naumburger Tageblat am 11.8.2009

Schmalspurbahn-Strecke wird verlängert
Züge sollen von Elend nach Braunlage fahren - Elf Millionen Euro für den Ausbau notwendig

Magdeburg/dpa. Das Netz der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) soll erweitert werden: Künftig sollen auch Züge von Elend ins niedersächsische Braunlage fahren. Gemeinsam mit dem Nachbarland soll bis November zunächst die Machbarkeit des Projektes untersucht werden, sagte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Magdeburg. Dies habe er mit seinem niedersächsischen Amtskollegen Philipp Rösler (FDP) vereinbart. Die Investition für die Streckenerweiterung von sechs Kilometern bezifferte Daehre auf gut elf Millionen Euro, die jährlichen Betriebskosten auf rund 600 000 Euro. Täglich könnten in beiden Richtungen jeweils vier Dampfzüge verkehren.

Nach den Worten Daehres will Niedersachsen zehn Millionen Euro für die Verlängerung bereitstellen. Auf der niedersächsischen Seite verspreche man sich eine bessere Verknüpfung der eigenen touristischen Angebote mit denen aus Sachsen-Anhalt. Den Angaben zufolge war die Stadt Braunlage bis 1945 über die Südharzeisenbahn mit dem heutigen Streckennetz der HSB verbunden. Mit der Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Strecke unterbrochen.

AD HOC NEWS am 11.8.2009

Braunlage - Studie über HSB-Streckenverlängerung nach Braunlage geplant
Studie über HSB-Streckenverlängerung nach Braunlage geplant
Die Stadt Braunlage war bereits bis 1945 mit der Harzer Schmalspurbahnen verbunden

Magdeburg (ddp-lsa). Das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahn (HSB) könnte bald erweitert werden. Voraussichtlich im November werde eine Studie vorliegen, in der eine möglichen HSB-Streckenverlängerung zwischen Elend und Braunlage in Niedersachsen dargestellt und bewertet werde, kündigte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) am Dienstag in Magdeburg an. Eine erste Schätzung beziffere den Investitionsaufwand für die Streckenerweiterung mit gut elf Millionen, die jährlichen Betriebskosten mit rund 600 000 Euro.

«Allein schon wegen dieser beträchtlichen Kosten möchte ich sicher sein können, dass Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen», betonte der Minister.

Nach Ansicht von Daehre kann die rund sechs Kilometer lange Erweiterung des Streckennetzes der touristischen Entwicklung der Harzregion zusätzliche Impulse verleihen. «Gemeinsam mit dem Nachbarland Niedersachsen wollen wir jetzt zunächst die Machbarkeit eines solchen Projektes untersuchen. Niedersachsen beabsichtige rund zehn Millionen Euro für die HSB-Verlängerung nach Braunlage bereitzustellen, die nach bisherigen Überlegungen in etwa parallel zur Bundesstraße B 27 verlaufen würde. Täglich könnten in beiden Richtungen jeweils vier Dampfzüge verkehren.

Die Stadt Braunlage war bis 1945 über die Südharzeisenbahn mit dem heutigen Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH verbunden. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Strecke unterbrochen. Die in Niedersachsen verbliebene Reststrecke der Südharzeisenbahn wurde bis 1963 stillgelegt.


HalleForum.de am 12.8.2009

Verlängerung der Brockenbahn
Verkehrsminister Daehre: HSB-Streckenverlängerung zwischen Elend und Braunlage kann Harztourismus beleben

Nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre kann die rund sechs Kilometer lange Erweiterung des Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) von Elend nach Braunlage der touristischen Entwicklung der Harzregion zusätzliche Impulse verleihen. „Gemeinsam mit dem Nachbarland Niedersachsen wollen wir jetzt zunächst die Machbarkeit eines solchen Projektes untersuchen“, sagte er heute nach der Kabinettssitzung in Magdeburg, in der Daehre die Mitglieder der Landesregierung über die Ergebnisse seines jüngsten Arbeitstreffens mit dem niedersächsischen Verkehrsminister Dr. Philipp Rösler unterrichtet hatte.

Voraussichtlich im November werde eine Studie vorliegen, in der die Rahmenbedingungen einer möglichen HSB-Streckenverlängerung ausführlich dargestellt und bewertet würden, kündigte Daehre an. Eine erste Schätzung beziffere den Investitionsaufwand für die Streckenerweiterung mit gut elf Millionen, die jährlichen Betriebskosten mit rund 600.000 Euro. „Allein schon wegen dieser beträchtlichen Kosten möchte ich sicher sein können, dass Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen“, betonte der Minister. Wenn diese Voraussetzung erfüllt sei, werde er das Vorhaben mit Nachdruck unterstützen.

Nach den Worten von Daehre beabsichtigt Niedersachsen, rund zehn Millionen Euro für die HSB-Verlängerung nach Braunlage bereit zu stellen, die nach bisherigen Überlegungen in etwa parallel zur B27 verlaufen würde. Täglich könnten in beiden Richtungen jeweils vier Dampfzüge verkehren. Auf der niedersächsischen Seite verspreche man sich davon eine bessere Verknüpfung der eigenen touristischen Angebote mit denen auf sachsen-anhaltischer Seite, sagte der Minister. Daehre will seine mögliche Befürwortung des Projekts mit der Forderung verknüpfen, eine Liftverbindung zwischen Schierke und dem Wurmberg zu schaffen. „Für die Urlauber in Schierke würden sich damit die Skilaufangebote erweitern, für die Touristen aus dem Westharz wäre der Brocken dann schneller erreichbar“, begründete Sachsen-Anhalts Verkehrsminister seine Überlegung.

Die Stadt Braunlage war bis 1945 über die Südharzeisenbahn mit dem heutigen Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH verbunden. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Strecke unterbrochen. Die in Niedersachsen verbliebene Reststrecke der Südharzeisenbahn wurde bis 1963 stillgelegt.

Als 1991 die HSB gegründet wurden, war die Stadt Braunlage über ihre Kurbetriebsgesellschaft Gesellschafter des Unternehmens. Hintergrund dieser Beteiligung war bereits damals die Idee, Braunlage perspektivisch wieder an die Schmalspurbahnen im Harz anzuschließen. Hierzu wurde später auch ein entsprechender Gesellschafterbeschluss gefasst.

Weitere Gesprächsthemen: A39, Ortsumfahrung Brohme, B71
Neben der Verlängerung des HSB-Streckennetzes tauschten sich die Minister bei ihrer jüngsten Zusammenkunft am Montag (10.08.) in Hannover über den Umsetzungsstand beim Bau der A39, der A14 und der B190n aus. Der niedersächsische Verkehrsminister hob hervor, dass der Bau der A39 für sein Bundesland eine zentrale Bedeutung habe und gegenüber anderen Straßenbauvorhaben nicht zurückstehe. Derzeit laufe das Raumordnungsverfahren.

Ein weiterer Punkt der Beratung war die Ortsumgehung Brohme (B248). Von sachsen-anhaltischer Seite gibt es nach den Worten von Minister Dr. Daehre keine bevorzugte Trassenführung. Der Minister gab die Zusage, jede Trassenführung auf niedersächsischem Gebiet und deren Anbindung an das Straßennetz im Land Sachsen-Anhalt zu unterstützen.

Zu der Frage der so genannten Mautausweichverkehre auf der B71 und der Beschilderung auf dem niedersächsischen Straßenverlauf verständigten sich die Minister auf eine gemeinsame Auswertung der Ergebnisse der Zählstellen an der B71. Für 2009/2010 lägen die Ergebnisse der automatischen Zählstelle in Suhlendorf vor. Diese sollen mit den Ergebnissen der Zählstellen in Sachsen-Anhalt abgeglichen und ausgewertet werden
.

Uwe Heft, verkehrspolitischer Sprecher der Links-Fraktion im Landtag sagte zu den Plänen, diese könnten kann bestenfalls ein erster Schritt zu einer umfassenden Erschließung des Harzes mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein. "Die Erweiterung des Streckennetzes der HSB bis Braunlage ist nur bei Betrachtung des gesamten Harzes als Tourismusgebiet sinnvoll. Entsprechende Konzepte, insbesondere zur Erschließung und Vernetzung des Harzes mit öffentlichem Verkehr, liegen nicht vor. Ein Ansatz könnte aus Sicht der LINKEN ein länderübergreifender Verkehrsverbund sein, in den das Land Thüringen einbezogen werden muss. Die vom Netz des öffentlichen Verkehrs losgelöste und damit isolierte Erweiterung des HSB-Netzes ist verkehrsorganisatorisch und ökologisch ein unbrauchbares Prestigeobjekt.
Einer sanften touristischen Erschließung und Nutzung des Harzes ist damit jedenfalls nicht gedient."


Volksstimme am 13.8.2009

Neue Harzbahn: Länder uneinig über Finanzierung

Braunlage - Zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt droht offenbar Streit um die Finanzierung des Anschlusses von Braunlage an das Netz der Harzer Schmalspurbahn. Während das Verkehrsministerium in Hannover am Donnerstag mitteilte, die Länder würden die Kosten in Höhe von voraussichtlich elf Millionen Euro jeweils zur Hälfte tragen, hieß es aus dem Verkehrsministerium in Magdeburg, Niedersachsen übernehme zehn Millionen Euro. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", sagte dazu ein Ministeriumssprecher in Hannover. Beide Länder versprechen sich vom Anschluss Braunlages an das Schienennetz einen Aufschwung für den Tourismus.


Goslarsche.de am 15.08.2009

Brockenbahnverbindung nach Braunlage: Ministerien aus Ost und West ringen um Kostenaufteilung

Von Oliver Stade

Brockenbahnverbindung nach Braunlage: Ministerien aus Ost und West ringen um KostenaufteilungHARZ. Im Wirtschaftsministerium in Hannover herrscht Verärgerung. Bei den Planungen für die Erweiterung der Brockenbahn aus dem Ostharz nach Braunlage hält Magdeburg die Kostenfrage weiter offen und bringt überraschend ein weiteres Projekt auf den Tisch.

Mitunter sind es die Zwischentöne, die die Musik machen. „Wir wollen nicht aus der Position des Stärkeren debattieren“, meint Harald Kreibich. Auch über die Haltung von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU), die Brockenbahn mit einem anderen Projekt zu verquicken, sagt Kreibich, was sie nicht bezwecken soll: Sie sei keineswegs als Ultimatum oder Versuch der Nötigung zu verstehen.
Fakt ist, im Wirtschaftsministerium Hannover entstanden einige Irritationen. Aus der Umgebung von Minister Philipp Rösler (FDP) heißt es sogar, dieser sei „stinksauer“.

Was ist geschehen? Magdeburg hält die Frage offen, wie viel Geld jedes Land für die Erweiterung der Brockenbahn von Sachsen-Anhalt nach Braunlage aufbringt. Röslers Ministeriumssprecher Christian Haegele sagt: „Wir gehen weiter davon aus, dass die Kosten geteilt werden.“ Darüber habe in allen Gesprächen Einigkeit bestanden. Schließlich müssten in jedem Land sechs Kilometer Schienen verlegt werden.

Wer bezahlt was?

Aus Magdeburg erklärt Kreibich hingegen: „Wir beschäftigen uns derzeit nicht damit, wer was bezahlt.“ Einer Schätzung zufolge kostet die Verlängerung der Brockenbahn, die von den Harzquerbahnen (HSB) in Wernigerode betrieben wird, elf Millionen Euro. Wie teuer das Vorhaben tatsächlich wird, was raumordnerisch erforderlich ist und was es beim Naturschutz zu berücksichtigen gilt, soll eine Studie beantworten.

Die HSB hat die Machbarkeitsstudie, die rund 20.000 Euro kostet, bereits ausgeschrieben. Der Auftrag soll vergeben werden, sobald eine Fördermittelzusage aus Magdeburg vorliegt. Mit der Expertise rechnen die Beteiligten Ende November.

Es läuft derzeit wirklich nicht rund zwischen Ost und West. Ob es die mittlerweile länger zurückliegenden unterschiedlichen Einschätzungen über das Betriebsklima in der Nationalparkverwaltung Harz sind oder aktuell der Oberharzer Namensstreit zwischen Kommunen aus dem Landkreis Harz und der Samtgemeinde Oberharz – es knirscht.

Nun hält Magdeburg sich zum Erstaunen von Hannover beim Bahnprojekt nicht nur bei der Finanzierung bedeckt, sondern bringt noch ein anderes Vorhaben mit ins Spiel. Daehre will zusammen mit der West-Erweiterung über die geplante Liftverbindung, eine sogenannte Skischaukel, zwischen Braunlage und Schierke sprechen.

Kreibich nennt das einen „großen Wurf“ und kann sich vorstellen, dass vielleicht auch im Westharz „noch jemand eine Idee hat, um Dinge in das Paket reinzukriegen“.

Im Wirtschaftsministerium in Hannover staunt man derweil über den „Zungenschlag“ in der Diskussion über die Ost-West-Verbindung. Es hat den Anschein, als stünden die Magdeburger auf dem Standpunkt, der stärker unter dem Druck magerer Übernachtungszahlen stehende Westharz müsse ein größeres Interesse an der Brockenverbindung haben als der Ostharz – und befinde sich in der Rolle des Schwächeren.

Daehre will abwarten

Pokern Ost und West über die Kosten oder herrscht ein Kommunikationsproblem? Rösler hatte früh betont, dass Niedersachsen 5,5 Millionen Euro bereitstellt, nachdem er im März beim Unternehmerfrühstück in Goslar erstmals öffentlich über die Pläne von der Zugverbindung zwischen Braunlage und dem Brocken sprach. Daehre bekundete Interesse, betonte aber ebenso frühzeitig, bevor über die Kosten gesprochen werde, müsse die Machbarkeitsstudie abgewartet werden.
So sagt Sprecher Kreibich, anfangs sei Daehre das Vorhaben mit „gebremstem Schaum“ angegangen und betont zugleich, er befürworte das Projekt aber. Immerhin, zumindest darin scheinen sich Niedersachsen und Sachsen-Anhalt einig zu sein. Auch Sprecher Haegele meint: „Der Wille, das Projekt zu realisieren, ist auf beiden Seiten da.“


Goslarsche.de am 23.09.2009

Machbarkeitsstudie: Zweckverband unterstützt Schmalspurbahn

BRAUNLAGE. Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) teilt sich mit den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) die Kosten einer Machbarkeitsstudie zum Anschluss Braunlages an das HSB-Schienennetz in Sachsen-Anhalt. Die gute Nachricht für das zukunftsweisende Projekt brachte jetzt Hans Metje, Mitglied der ZGB-Verbandsversammlung, aus Braunschweig mit.

HSB und ZGB einigten sich demnach auf die DB International GmbH als Gutachter, der die Studie einschließlich der erforderlichen Baugrunduntersuchung erstellen soll. 18.800 Euro sind dafür insgesamt zu entrichten.
Für Hans Metje ist die Nachricht auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kurbetriebsgesellschaft (KBG) Braunlage von höchster Bedeutung. Der Anschluss Braunlages an das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen und damit auf den Brocken sei für die Fremdenverkehrsstadt von eminenter Bedeutung. Damit würden die vielfältigen Maßnahmen, die die KBG und private Investoren vor allem auch am Wurmberg ergriffen haben, wesentlich ergänzt und abgerundet.
Aus Sicht der KBG wie der gesamten Stadt Braunlage sei zu hoffen, so Metje, dass die Machbarkeitsstudie eine ähnlich positive Bewertung wie jene liefere, die Anfang der 1990er Jahre von einer Studentin erstellt worden sei. Er hoffe nun, dass nach dem positiven Signal des Zweckverbandes auch die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schnell und sachlich zu einer für alle Beteiligten tragfähigen Finanzierungslösung kommen.red


Volksstimme am 29.12.2009

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister stellt Bedingung für HSB-Verlängerung nach Braunlage

Daehre: "Bahnstrecke nur, wenn Schierke Lift erhält"

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goslarsche.de am 12.2.2010

Westanbindung nach Braunlage: Dämpfer für die Brockenbahnpläne?

HARZ/WERNIGERODE. Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) haben 2009 wieder rund eine Million Fahrgäste befördert und bleiben eine der größten Attraktionen der Region. Ob die Westanbindung von Elend nach Braunlage realisiert wird, ist indes unsicher.

Zufrieden erläuterte HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener am Donnerstag in Wernigerode den Geschäftsbericht 2009. Mit 1,16 Millionen Kunden und einem Umsatz von zehn Millionen Euro konnte er stabile Zahlen vorweisen. Die Preiserhöhung voriges Jahr um durchschnittlich 5,8 Prozent habe die Fahrgastzahlen nicht beeinträchtigt.

In Schweigen hüllt sich Wagener derzeit aber, wenn er auf das spannendste Projekt angesprochen wird – die Erweiterung der Brockenbahn von Elend nach Braunlage.

Nächste Woche erhalten der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) und die Nahverkehrsservice-Gesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa) als Projektträger eine Machbarkeitsstudie. Wenn Wagner etwas zu der Westanbindung sagen soll, verweist er auf ZGB und Nasa: „Die informieren dann.“

Aktuelle Signale aus dem Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt dämpfen die Hoffnungen. Inoffiziell ist von einer schwarzen Null die Rede, die auf der rund elf Kilometer langen Strecke eingefahren werden soll. Angesichts des großen Zuschussbedarfs der Schmalspurbahnen ein sehr ehrgeiziges Ziel. Magdeburg spricht von einem „Sichtweisenwechsel“.



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