Streckenverlängerung der Selketalbahn

Zahlen & Fakten zum Projekt
Herausgegen von den Harzer Schmalspurbahnen und dem Ministerium für Bau und Verkehr am 21.12.2005


1. Chronologie:
  • Dezember 2004
    Auftragsvergabe für die Planungen an ein Magdeburger Ingenieurbüro
  • Winter 2005
    Erster Bauabschnitt zum Umbau des Bahnhofes Gernrode zu einem Kreuzungsbahnhof mit Neubau derAnbindung in Richtung Quedlinburg wird ausgeschrieben und der Auftrag an eine Erfurter Firma vergeben
  • 11. April 2005
    Beginn der Vorbereitungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt in Gernrode
  • 18. April 2005
    Symbolischer Baustart durch den Minister für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt in Gernrode
  • 23. April 2005
    Umbau des Bahnhofes Gernrode wird abgeschlossen, so dass der Zugverkehr nach fünftägiger Vollsperrung wieder aufgenommen werden kann
  • Anfang Juni 2005
    Umbau der Strecke nach Quedlinburg von Regel- auf Schmalspur, Anpassung des Spurplanes (Trennung von Normal- und Schmalspur) und der Sicherungstechnik des Bahnhofes Quedlinburg werden europaweit ausgeschrieben
  • 29. August 2005
    Arbeiten zum Streckenumbau beginnen. Zunächst erfolgen Rodungsarbeiten, Ende September beginnt die Gleisbettreinigung. Anschließend wird von Gernrode aus die egelspurige Gleisanlage zurückgebaut und das Schmalspurgleis aufgebaut.
  • 17. November 2005
    Neue Rückfallweichen im Bahnhof Gernrode an den Einfahrten aus Quedlinburg und Sternhaus Ramberg werden in Betrieb genommen
  • Mitte Dezember
    So genannte Stopfarbeiten zwischen Gernrode und Quedlinburg werden abgeschlossen und die Schweißarbeiten zur Herstellung eines weitestgehend lückenlosen Gleises beginnen
  • 4. März 2006
    Jungfernfahrt mit zwei Sonderzügen von Gernrode nach Quedlinburg
  • Ende Juni 2006
    Aufnahme des regelmäßigen Zugverkehrs


2. Details zum Projekt:

Umfang und Kosten Umspurung der vorhandenen Regelspurtrasse auf Schmalspur, Kosten ca. 5 Mio.
Exakte Streckenlänge (vom Prellbock Quedlinburg bis Gernrode) 8,954 km
Bahnhof Quedlinburg: 3 Gleise (davon 1 Bahnsteiggleis), 3 Weichen neu, Wasserkran für Versorgung der Dampflokomotiven, Nutzung des vorhandenen Bahnsteigs der DB AG (Sanierung des Bahnsteigs in Planung)
Haltepunkt Quedlinburg/Quarmbeck: Durchfahrtgleis, neue Unterstellmöglichkeit für Fahrgäste
Haltepunkt Bad Suderode Durchfahrtgleis (Nutzung des vorhandenen Bahnsteigs, keine Nutzung des Empfangsgebäudes vorgesehen, keine Zugkreuzungen mehr möglich)
Bahnhof Gernrode 4 Gleise und 6 Weichen sowie zwei Bahnsteige saniert
Bahnübergangssicherungsanlagen: 3 neue automatische Anlagen im Bahnhof Quedlinburg (Fertigstellung voraussichtlich Ende 2006), eine neue automatische Anlage in Gernrode (Fertigstellung Ende 2006)
Höhenlagen Bahnhof Quedlinburg 121 m über NN
Bahnhof Gernrode 210 m über NN


3. Mit dem Projekt verbundene Arbeiten:

  • Schnittstelle Quedlinburg

    Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Quedlinburg ist ein Parkplatz mit 100 Stellplätzen für PKW sowie 10 Busstellplätze geplant. Von diesem Parkplatz aus ist der neue Kopfbahnsteig der HSB direkt zu erreichen. Kosten: ca. 900.000 Euro, Finanzierung: 90% durch das Land Sachsen-Anhalt, je 5% durch Stadt Quedlinburg und HSB
  • Dampfladen Nr.7
    In Quedlinburg direkt am Marktplatz eröffnete die HSB am 1. Oktober 2005 das neue adengeschäft mit vielen eisenbahntypischen Blickfängen (z.B. Modellbahnanlage, Reisezugwagen im Schotterbett). Dort erhalten die Kunden alle Dienstleistungen, Fahrkarten und Souvenirs rund um die Harzer Schmalspurbahnen.
  • Sicherungstechnische Umgestaltung des Bahnhofes Quedlinburg (Auflösung von zwei Stellwerken, Umbau des Stellwerkes Quedlinburg Ost zum Zentralstellwerk)
  • Sanierung Bahnsteige 2/3 in Quedlinburg (Fertigstellung geplant Ende Juni 2006)
  • Verschönerung des Bahnhofsumfeldes in Gernrode auf dem Gelände der HSB

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