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Pressemitteilung der Harzer Schmalspurbahnen GmbH 12.04.2010

Neuer Fotokalender der Harzer Schmalspurbahnen für 2011 erschienen

Wernigerode, 6. Mai 2009;

Sehr geehrte Damen und Herren,

der neue Original-Kalender der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) für das Jahr 2011 ist ab sofort unter dem Titel „Mit Volldampf auf schmaler Spur“ in den Verkaufsstellen der HSB erhältlich.

Seit einigen Jahren gibt die HSB einen eigenen Kalender mit stimmungsvollen Fotoimpressionen rund um die schmalspurigen Dampfzüge in den vier Jahreszeiten heraus. Der im handlichen A4-Format gestaltete Kalender für 2011 beobachtet wieder viele technische Details an den historischen Fahrzeugen im Plan- und Sonderzugdienst. Er zeigt Mitarbeiter der HSB bei der interessanten Arbeit rund um die Dampflokomotiven und hält aus interessanten Blickwinkeln heraus die abwechslungsreiche Landschaft und imposante Architektur neben den Gleisen eindrucksvoll in Bildern fest.
Zum Kalender

Harzer Schmalspurbahnen GmbH
Friedrichstraße 151
38855 Wernigerode
Tel. 03943 558 117
Fax 03943 558 112
pressestelle@hsb-wr.de
www.hsb-wr.de

am 13.03.2010
Regierungen in Magdeburg und Hannover uneins über HSB-Verlängerung nach Niedersachsen und Schierker Seilbahn zum Wurmberg

Touristisches Bahnen-Paket im Harz wird zum Zankapfel

Von Tom Koch
Magdeburg / Hannover. Der Harz hat einen neuen Ost-West-Konflikt : Zwei Bahnen, die Orte in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen miteinander verbinden sollen, drohen zum politischen Zankapfel zu werden. Uneins sind sich die Regierungen in Magdeburg und Hannover, ob sie eine " Paket-Lösung " favorisieren.

Der Streit geht um die Verlängerung der Harzer Schmalspurbahnen ( HSB ) und den Neubau einer Seilbahn. Die HSB soll von Elend aus bis nach Braunlage reichen. Die rund sechs Kilometer lange Gleisverlängerung bedeutet einen direkten Anschluss der Niedersachsen zum Brocken ( siehe Karte ). Die Wernigeröder Stadtverwaltung möchte einen Investor dafür gewinnen, in ihrem Schierker Ortsteil eine Seilbahn zum Wurmberg zu errichten. Damit verfügten auch Ostharzer Urlauber über eine Verbindung zu den alpinen Skihängen der Westharzer, zusätzlich soll eine Piste in die Brockengemeinde führen.

Bereits vor 10 Jahren war dafür eine 70 Hektar große Fläche aus dem Nationalpark herausgelöst und das Harzer Schutzgebiet gleichzeitig um rund 3000 Hektar vor allem im Eckertal erweitert worden.

Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff ( CDU ) hat jetzt Forderungen aus Sachsen-Anhalt, die Projekte für Seilbahn und Eisenbahn als " Paket " zu behandeln, eine klare Abfuhr erteilt. Bei einem Auftritt in Bad Harzburg erklärte er, dies sei " nicht zeitgemäß ". Wulff erinnerte zudem daran, dass es für die umstrittenen Namensgebungen in Sachsen-Anhalt wie " Harzkreis " und " Stadt Oberharz am Brocken " in Niedersachsen noch immer wenig Verständnis gäbe. Der Ministerpräsident : " Wir stehen zur HSB-Verlängerung, haben dafür bereits vier Millionen Euro reserviert. " Wohl unter dem Eindruck, dass der Ostharz in vielen Bereichen den Westharz nach 20 Jahren deutscher Einheit bereits überholt habe, forderte Wulff : " Man muss auch gönnen können. "

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre ( CDU ), Wünschen der Harzer Schmalspurbahnen bekanntlich stets aufgeschlossen, will die West-Verlängerung unterstützen. Er knüpft seine Zusage jedoch an eine " komplexe Lösung für die Harzregion ", also inklusive einer Schierker Seilbahn hinauf zum Wurmberg ( Volksstimme berichtete ).

Ministeriumssprecher Harald Kreibich bekräftigte gestern auf Nachfrage : " Wir wollen die Dinge weiter im Zusammenhang betrachten. Im Jahr 2010 touristische Projekte in Ost- und Westharz zu unterteilen, das halten wir nicht mehr für zeitgemäß. "

Die Studie zur HSB-Streckenverlängerung liegt inzwischen vor ( die Kosten werden auf zwölf Millionen Euro geschätzt, der erste Zug könnte frühestens in fünf Jahren fahren ). Sie soll im Frühjahr öffentlich vorgestellt werden. Vorab schätzte Kreibich bereits ein : " Es wird keine einfachen Lösungen geben, vor allem aus finanzieller Sicht. "


12.2.2010

«Schneefräse hat gegen Schneemassen verloren»

Brockenbahn stellt Betrieb ein - Brockenstraße ist von Schierke aus wegen Schneeverwehungen für Wanderer gesperrt
Magdeburg/dpa. Die Brockenbahn hat ihren Betrieb am Freitagmorgen eingestellt. Es sei nicht mehr möglich, die Gleise vom Schnee zu befreien, sagte Dirk Bahnsen von der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) am Freitag in Wernigerode. «Unsere Schneefräse hat gegen die Schneemassen verloren.» In der Nacht seien bis zu 40 Zentimeter Schnee gefallen. In Kombination mit dem starkem Wind sei ein Betrieb nicht möglich. Ob die Bahn am Wochenende wieder fahren könne, sei noch unklar. Die Brockenstraße ist auch von Schierke aus wegen Schneeverwehungen für Wanderer gesperrt, wie die Polizei in Halberstadt am Freitag mitteilte.

Auf dem Brocken herrscht einem Polizeisprecher zufolge ebenfalls der Ausnahmezustand. Die Besucher, die sich derzeit noch auf dem Berg befinden, werden in Sicherheit gebracht.
Weiter Meldungen:
Leipziger Volkszeitung



11.2.2010

Schmalspurbahnen mit konstanten Fahrgastzahlen

Wernigerode (dpa) Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH blickt nach konstanten Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr optimistisch auf 2010. 2009 hatten rund 1,16 Millionen Menschen die Bahn mit ihrem 140 Kilometer langen Streckennetz genutzt, sagte Geschäftsführer Matthias Wagener am Donnerstag in Wernigerode. Mit rund 726 000 Fahrgästen hatte ein Großteil den Brocken als Ziel, das war ein Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das neue Jahr laufe gut an. «Wir haben keinen überaus harten Winter», sagte Wagener. In anderen Jahren sei die Schneefräse schon früher in Bewegung gewesen. Schneebruch mache der Bahn allerdings im Selketal zu schaffen.

Weitere Meldungen zum Thema: nnz-online


am 21.01.2010
Thales Stadtrat beauftragt mit großer Mehrheit seine Verwaltung, Lösungsvorschläge für reizvolle Idee zu entwickeln

Die Schmalspurbahn soll Brocken und Bodetal miteinander verbinden

Von Gerd Alpermann ( MZ ) und Tom Kocht
Thale / Wernigerode. Der Brocken ist das wichtigste Ausflugsziel im Harz. Auf Platz zwei steht das Bodetal bei Thale, hat eine wissenschaftliche Studie festgestellt. Beide Ziele per Schienenstrang zu verbinden, dazu soll die Verwaltung im Thalenser Rathaus Möglichkeiten prüfen und Lösungsvorschläge unterbreiten. Diesen Beschlussantrag brachte die CDU-Fraktion zur jüngsten Stadtratssitzung ein. Eine Verbindung von Brocken und Bodetal durch ein verlängertes Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen ( HSB ) aus Richtung Quedlinburg oder Wernigerode über Blankenburg nach Thale würde zu erheblichen Synergieeffekten für beide Attraktionen führen, heißt es in dem Beschluss. CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Querfurth erinnerte in seinen Erläuterungen daran, dass es bereits einige Erweiterungsideen gibt, zum Beispiel nach Pullmann City bei Hasselfelde oder nach ins niedersächsische Braunlage. Viele Weichen müssten für eine HSB-Verlängerung nach Thale aber noch gestellt werden.

Ein erster Schritt dazu wäre aber getan, wenn die Stadtverwaltung die Initiative ergreift.

Für die Linke begrüßte Frank Schubert den CDU-Vorstoß. Schließlich würden 18 Prozent der Harzbesucher wegen der Schmalspurbahn

kommen, wie eine Studie der Hochschule Harz belegt habe. Allerdings würde eine Thale-Anbindung an das HSB-Streckennetz erhebliche Kosten verursachen. Bei einer möglichen Verbindung von Elend nach Braunlage werde von elf Millionen Euro ausgegangen. Für die 14 Kilometer bis zum Anschluss ans Quedlinburger Gleis wären etwa 14 Millionen Euro notwendig, hieß es in Thale.

Skepsis angesichts der Haushaltslage

Frank Schubert erklärte, dass die bestehende sogenannte Regelspurstrecke von Blankenburg nach Elbingerode vom Land gefördert werde und eine Erweiterung bis Drei-Annen-Hohne möglich sei. Der CDUAntrag sollte deshalb erweitert werden und auch eine " Regelspuranbindung " über Blankenburg einbezogen werden. Somit könnte sich der Weg zum Brocken von sechs Stunden auf zweieinhalb verkürzen.

Bürgermeister Thomas Balcerowski ( CDU ) sieht diesen Vorschlag aber als unrealistisch an. Mit der Erweiterung des Industriegebietes " Lager Wiese " sei der Bahndamm abgetragen worden. So scheide der alte Bahnhof Bodetal als Station aus. Es müsste also eine völlig neue Bahntrasse entstehen. Zum CDU-Antrag merkte Klaus Blumenthal ( Linke ) an, dass es gut wäre, wenn alle Stadträte in den Vorschlag eingebunden sind und bat darum, ihn als Antrag des Stadtrates einzubringen.

Heiko Marks ( Grüne / Bürgerfraktion ) sagte, dass der Antrag bereits im Hauptausschuss des Thalenser Stadtrates diskutiert worden sei. Die Idee sei als solche lobenswert. Doch angesichts der Haushaltslage müsse die Frage gestellt werden, ob sie Sinn mache. Bei der Abstimmung wurde der Antrag bei drei Enthaltungen mit deutlicher Mehrheit angenommen und damit Thales Bürgermeister Balcerowski beauftragt, Möglichkeiten für einen Schmalspuranschluss auszuloten.

Auf Volksstimme-Nachfrage reagierte die Harzer Schmalspurbahn in Wernigerode gestern zunächst zurückhalten. Firmensprecher Dirk Bahnsen : " Ich werte dieses Ansinnen als Anerkennung unserer Leistungskraft. " Die HSB sei bereits per Anschreiben über diesen Ratsbeschluss " formell informiert " worden. Allen Ideen, Vorschläge und Projekte, die dem Tourismus im Harz und sogleich dem Verkehrsunternehmen Harzer Schmalspurbahnen dienten, stünden die Wernigeröder positiv gegenüber, bekräftigte Bahnsen. Zugleich musste der HSB-Sprecher jedoch darauf hinweisen, dass nicht nur die technischen Möglichkeiten einer Bodetal-Brocken-Verbindung zu prüfen seien. Bahnsen : " Die Frage der Finanzierung stellt sich bei allen unseren Vorhaben. Zur Idee aus Thale muss ich schon heute feststellen, ohne staatliche Förderung ist so etwas wohl kaum zu verwirklichen. "




Den Brocken und das Bodetal per Schiene verbinden?

Mitteldeutsche Zeitung am 18.01.2010

Stadtrat beauftragt Verwaltung, Möglichkeiten zu prüfen und Lösungsvorschläge zu entwickeln
VON GERD ALPERMANN, 18.01.10, 16:20h, aktualisiert 19.01.10, 11:48h
THALE/MZ. Der Brocken ist das wichtigste Ausflugsziel des Harzes. Auf Platz zwei steht das Bodetal bei Thale, wird in einer Studie festgestellt. Beide Ziele per Schiene zu verbinden, dazu soll die Verwaltung in Thale Möglichkeiten prüfen und Lösungsvorschläge unterbreiten.

Ein erster Schritt

Diesen Beschlussantrag brachte die CDU-Fraktion zur jüngsten Stadtratssitzung ein. Eine Verbindung beider Ziele durch die Verlängerung des Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen aus Richtung Quedlinburg oder Wernigerode über Blankenburg nach Thale würde zu erheblichen Synergieeffekten für beide Attraktionen führen, heißt es in der Beschlussvorlage. CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Querfurth erinnerte in seinen Erläuterungen zu dem Antrag daran, dass es bereits einige Erweiterungsideen gibt, zum Beispiel nach Pullmann City II bei Hasselfelde oder nach Braunlage im Westharz. Viele Weichen müssten für eine Verlängerung nach Thale aber noch gestellt werden. Ein erster Schritt dazu wäre aber getan, wenn die Stadtverwaltung die Initiative ergreift.

Für die Linke begrüßte Frank Schubert den CDU-Vorstoß. Schließlich würden 18 Prozent der Harzbesucher wegen der Schmalspurbahn kommen, wie eine Studie der Hochschule Harz belegt habe. Doch eine Anbindung an das HSB-Streckennetz würde erhebliche Kosten verursachen. Bei einer möglichen Verbindung von Elend nach Braunlage werde von elf Millionen Euro ausgegangen. Für die 14 Kilometer bis zum Anschluss an den Strang nach Quedlinburg wären etwa 14 Millionen Euro notwendig.

Frank Schubert ergänzte, dass die bestehende Regelspurstrecke von Blankenburg nach Elbingerode vom Land gefördert wird und eine Erweiterung bis Drei-Annen-Hohne möglich ist. Der CDU-Antrag sollte deshalb erweitert werden und auch eine Regelspuranbindung über Blankenburg einbezogen werden. Damit würde sich der Weg zum Brocken von sechs Stunden auf zweieinhalb verkürzen.

Bürgermeister Thomas Balcerowski (CDU) sieht diesen Vorschlag aber als unrealistisch an. Mit der Erweiterung des Industriegebietes Lager Wiese sei der Bahndamm abgetragen worden. So scheide der alte Bahnhof Bodetal als Station aus. Es müsste also eine völlig neue Anbindung entstehen. Zum CDU-Antrag merkte Klaus Blumenthal (Die Linke) an, dass es gut wäre, wenn alle Stadträte in den Vorschlag eingebunden sind und bat darum, ihn als Antrag des Stadtrates einzubringen.

Skepsis vorgebracht

Heiko Marks (Grüne / Bürgerfraktion) sagte, dass der Antrag bereits im Hauptausschuss des Stadtrates diskutiert wurde. Die Idee sei als solche lobenswert. Doch angesichts der Haushaltslage müsse die Frage gestellt werden, ob sie Sinn mache. Bei der Abstimmung wurde der Antrag bei drei Enthaltungen mit deutlicher Mehrheit angenommen und damit die Stadtverwaltung beauftragt, Möglichkeiten für einen Schmalspuranschluss auszuloten.